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Wissen · Hundekauf

Hundekauf: gesund und aus verlässlicher Quelle

Ein Hund begleitet Sie viele Jahre. Deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein genauer Blick darauf, woher er stammt und welche Informationen zur Gesundheit verfügbar sind. Vieles kann man vor Ort selbst prüfen, und beim Wesentlichen hilft die Genetik: zur Identität des Hundes, zu seiner Inzuchtlage und, je nach Herkunft, auch zu seiner Rassenzusammensetzung.

Herkunft zählt: Hundekauf ist auch Tierschutz

Der Hundemarkt wandelt sich. Ganz vorne im Interesse stehen Mischlinge aller Art sowie „Designer-Hunde“, also die bewusste Kreuzung zweier Rassen. Die Nachfrage danach ist groß, und sie wird nicht nur von verantwortungsvollen Züchtern bzw. Händlern bedient. Viele der Mischlinge landen später krank oder verhaltensauffällig im Tierheim.

Fernsehberichte zeigen immer wieder, wie Hunde in sogenannten Welpenfabriken regelrecht produziert werden: Muttertiere, die Wurf um Wurf liefern müssen, und Welpen, die zu früh von der Mutter getrennt und über weite Strecken transportiert werden.

Wer kauft, bestimmt den Markt

Jeder Kauf aus fragwürdiger Quelle finanziert den nächsten Wurf. Wer genau hinsieht und nachfragt, entzieht diesem Handel die Grundlage.

Mitleid ist ein schlechter Ratgeber

Ein Welpe, der krank oder verängstigt wirkt, weckt den Wunsch, ihn zu retten. Genau darauf setzt der illegale Handel. Melden Sie solche Angebote besser dem zuständigen Veterinäramt.

Seriös heißt überprüfbar

Eine verlässliche Quelle hat nichts zu verbergen. Sie zeigt Muttertier, Aufzucht und Unterlagen und lässt deren Echtheit prüfen.

Was Sie selbst prüfen können

Vieles lässt sich beim Besuch vor Ort erkennen. Nehmen Sie sich Zeit, kommen Sie gern mehrmals, und lassen Sie sich nicht drängen.

Welpenkauf: Alter des Welpen

In Deutschland darf ein Welpe nicht vor der achten Lebenswoche von der Mutter getrennt werden. Seriöse Züchter geben ihre Welpen meist noch etwas später ab und stellen die Mutterhündin vor.

Welpenkauf: Aufzuchtbedingungen

Kann man Muttertier und Aufzucht einsehen? Ist die Mutter angeblich gerade nicht da, ist Vorsicht geboten.

Gesundheit und Verhalten

Klare Augen, saubere Ohren und gepflegtes Fell, dazu wach und neugierig. Fragen Sie nach Impfungen, Entwurmung und tierärztlicher Untersuchung.

Ort der Übergabe

Kein Verkauf aus dem Kofferraum, auf dem Parkplatz oder als Lieferung an die Haustür. Ein seriöser Züchter will wissen, wohin sein Hund kommt, und stellt auch Ihnen Fragen.

Unterlagen

EU-Heimtierausweis mit Chipnummer und Impfungen, ein schriftlicher Kaufvertrag und bei Rassehunden die Ahnentafel des Zuchtverbands. Vergleichen Sie die Chipnummer im Ausweis mit der des Hundes und fragen Sie beim Zuchtverein nach.

Preis und Zeitdruck

Auffällig günstige Angebote, viele Rassen gleichzeitig verfügbar, Vorkasse oder das Drängen auf eine schnelle Entscheidung sind typische Warnzeichen.

Verlässlich ist nur eine DNA-gesicherte Identität

Mikrochips zur Identifikation von Hunden erfüllen denselben Zweck wie die Ohrmarken bei einem Rind: Vor Ort lässt sich prüfen, um welches Tier es sich handelt, indem man den ausgelesenen Wert zum Beispiel mit dem Eintrag im Heimtierausweis abgleicht. Sie sind kein verlässlicher, nicht manipulierbarer Identitätsausweis.

nicht biometrisch

Mikrochip

  • identifiziert den Chip, nicht den Hund
  • kann verloren gehen oder ausfallen
  • kann vertauscht oder entfernt werden
biometrisch

DNA-Identität

  • angeboren und ein Leben lang unveränderlich
  • in jedem Zellkern gespeichert
  • jederzeit aus einer Probe nachprüfbar

Wie gehe ich vor?

Bei manchen Zuchtvereinen sind DNA-basierte Identitäts- und Herkunftssicherung Bestandteil ihrer DNA-Programme; hier lohnt es sich, den Züchter danach zu fragen.

Gibt es für Ihre Wunschrasse kein solches Programm, fragen Sie den Züchter, ob er die DNA-Identität trotzdem hat feststellen lassen. Ein Züchter, der das tut, zeigt, dass er die Herkunft seiner Hunde belegen kann und will.

Erbkrankheiten und Inzucht

Jedes Individuum trägt hunderte defekte Erbanlagen als Risikofaktoren in seinem Erbgut („genetic burden“). Solange sie nicht gehäuft sind, können sie weitgehend kompensiert werden; viel hängt dann von den Umweltbedingungen ab. Bei Inzucht erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Defektanlagen die kritische Schwelle überschreiten. Keinem Tier ist seine Inzuchtlage anzusehen.

Sind Mischlinge gesünder?

Mischlingshunde sind nicht automatisch weniger ingezüchtet als Rassehunde. Entscheidend ist, wie eng die Vorfahren eines Hundes genetisch miteinander verwandt sind. Gerade Straßenhunde bilden oft kleine, geschlossene Populationen mit wenig Vielfalt. Auf der anderen Seite gibt es Rassen mit genetisch vielfältigen Zuchtlinien und geringer Inzuchtrate.

Verlässliche Befunde

Alle ausgedruckten Dokumente sind trotz Stempel und Unterschriften leicht manipulierbar, die digitalen Versionen und Vorlagen mithilfe von KI-Werkzeugen ebenso. Abhilfe bieten elektronische Signaturen, wie sie in jedem Generatio-Befund eingesetzt werden.

Es ist ganz einfach

  1. Originalbefund vorlegen lassenUnsere Befunde werden als signierte PDFs ausgestellt und lassen sich so leicht per E-Mail verschicken. Wird Ihnen ein Ausdruck vorgelegt, verlangen Sie das PDF-Original per E-Mail.
  2. Signatur prüfenVerwenden Sie dafür unsere SignCheck-Funktion oder ein anderes Angebot. Details finden Sie unter SignCheck.
  3. Mit dem Hund abgleichenVergleichen Sie Name, Rasse und Chipnummer im Befund mit dem Hund, der vor Ihnen steht.
  4. Im Zweifel testen lassenHaben Sie Zweifel an der Identität des Hundes oder an seiner Rassenangabe, senden Sie uns eine Probe, und wir führen den ID-Check durch.

Nachweise einfordern

Fragen Sie nach Herkunft, Identität und Inzuchtanalyse. Ein verantwortungsvoller Züchter unterstützt Sie dabei gern. Generatio-Befunde prüfen Sie bitte mit SignCheck.

Zu SignCheck