Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Wissen · Designerhunde

Cockapoo und Co: Designerhunde

Designerhunde gehören inzwischen zu den beliebtesten Hunden. Sie sind das Ergebnis einer gezielten Kreuzung von zwei klassischen Rassehunden. Das Ziel: die gewünschten Eigenschaften beider Rassen in einem Hund verbinden. Optimal ist das nur in der F1-Generation realisiert.

Die Herausforderung: Papiere geben dafür keine Sicherheit, und wie sich Rassenanteile und eventuelle Fremdanteile aufteilen, ist nicht vorhersehbar.

Was ist ein Designerhund?

Ein Designerhund entsteht aus der gezielten Verpaarung zweier unterschiedlicher Rassehunde. Anders als beim zufälligen Mischling sind die Ausgangsrassen also bewusst gewählt. Designerhunde sind keine von FCI oder VDH anerkannten Rassen. Deshalb gibt es für sie weder ein Zuchtbuch noch eine Ahnentafel eines Rassezuchtverbands.

Die Generationen auf einen Blick

Die Werte gelten nur, wenn die Elterntiere tatsächlich reinrassig sind. Ab der F2 entscheidet der Zufall, welche Abschnitte ein Welpe erbt.
GenerationVerpaarungErwartete Rassenanteile
F1Rasse A × Rasse B, beide reinrassig50 % / 50 %
F1bF1 × Elternrasse, meist Pudel (Rückkreuzung)75 % / 25 %
F2F1 × F1im Mittel 50 % / 50 %, von Welpe zu Welpe verschieden
F2b, F3, Multigenweitere Folgegenerationenvariabel

Beliebte Kreuzungen

Die meisten Designerhunde haben einen Pudel als Elternteil. Sein lockiges, wenig haarendes Fell soll sich mit dem Wesen der zweiten Rasse verbinden.

A) Pudelkreuzungen

Labradoodle

Labrador Retriever × Pudel

Goldendoodle

Golden Retriever × Pudel

Cockapoo

Cocker Spaniel × Pudel

Cavapoo

Cavalier King Charles Spaniel × Zwergpudel

Maltipoo

Malteser × Zwerg- oder Toypudel

Bernedoodle

Berner Sennenhund × Pudel

Aussiedoodle

Australian Shepherd × Pudel

Sheepadoodle

Bobtail × Pudel

B) Sonstige beliebte Kreuzungen

Puggle

Mops × Beagle

Pomsky

Zwergspitz × Siberian Husky

Chiweenie

Chihuahua × Dackel

Jug

Jack Russell Terrier × Mops

Genomischen Hintergrund bestimmen

Die Rassenanalyse von Generatio vergleicht das Erbgut Ihres Hundes mit Referenzpopulationen der einzelnen Rassen. Für Designerhunde beantwortet sie zwei Fragen.

Frage 1

F1, F2 oder ein weitergehender Mischling?

Die Vielfältigkeit der F1-Phänotypen macht es schwierig, daraus abzuleiten, ob man tatsächlich einen F1-Hybriden vor sich hat.

  • F1: ist gegeben, wenn die beiden angegebenen Ausgangsrassen in etwa zu gleichen Anteilen ausgewiesen sind und die Ähnlichkeitsbewertung nur Rassen ergibt, die den Ausgangsrassen entsprechen oder nahe mit diesen verwandt sind.
  • F2 und später: Die Rassenanteile hängen von den jeweiligen Kreuzungen ab (siehe Die Generationen auf einen Blick).

Nur eine DNA-basierte Rassenanalyse kann hier Aufschluss geben.

Frage 2

Passt die Inzucht- & Vielfaltsbewertung dazu?

In Ergänzung mit der Inzucht- & Vielfaltsbewertung lässt sich die Einordnung absichern. Ein echter F1-Hybrid erbt von jedem Elternteil eine andere Rasse, sein Erbgut ist deshalb besonders gemischt. Bei echten F1-Hybriden sollten liegen:

  • der genomische Inzuchtkoeffizient (GIK) nahe 1 %,
  • die Heterozygotie (HE) über 30 %.

Sind die Werte beim GIK deutlich höher und weist die Rassenanalyse keine F1-Situation aus, deutet der Befund auf eine Inzuchtpaarung der Elterntiere hin.

Gesundheit und Fell: was die Genetik außerdem zeigt

Zwei Verkaufsargumente hört man bei Designerhunden besonders oft: Kreuzungen seien gesünder als Rassehunde, und Doodles seien für Allergiker geeignet. Beides stimmt nur eingeschränkt.

Gesünder durch Kreuzung?

Eine F1-Kreuzung profitiert oft vom Heterosis-Effekt: Rezessive Erbkrankheiten, deren Anlage nur eine der beiden Elternrassen trägt, brechen beim Welpen in der Regel nicht aus. Das gilt aber nicht für jede Anlage. Ein Beispiel ist der MDR1-Defekt, der unter anderem beim Australian Shepherd und beim Bobtail verbreitet ist. Schon eine Kopie, wie sie ein Aussiedoodle oder Sheepadoodle von einem Elternteil erben kann, macht den Hund empfindlicher gegenüber bestimmten Arzneimitteln. Gentests der Elterntiere sind deshalb auch bei Designerhunden sinnvoll.

Welches Fell bekommt mein Doodle?

Ob ein Doodle haart, Locken trägt oder Bart und Augenbrauen bekommt, steuern vor allem drei Gene: Furnishings (RSPO2), Curly (KRT71) und ein Gen für den Haarwechsel (MC5R). Bei einer F1 lässt sich das Fell kaum vorhersagen, weil die Anlagen beider Rassen zusammenkommen. Ein Gentest zeigt die Anlagen schon beim Welpen.

Rassenanteile sicher bestimmen

Mit der Rassenanalyse von Generatio wissen Sie, welche Rassen in Ihrem Hund stecken und ob er eine echte F1 ist.

Zur Rassenanalyse