Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Rassenechtheit prüfen – Mischlinge entdecken

Wir haben das Know-how und die Technologie, diese Informationen zu entschlüsseln – sei es bei Pferden mit ihren meist offenen Zuchtbüchern oder bei Hunden, wo ausgeprägte Inzucht, oft unbekannte Herkunft und kurze Generationszeiten gelten. Wir haben den passenden Ansatz.

Rassen verstehen

Jedes Tier trägt in seinem Genom die Spuren seiner Herkunft.
In einer Rassenanalyse machen wir diese Spuren sichtbar, die aus dem äußeren Erscheinungsbild allein nicht ablesbar sind: Welche Rassen und Rassengruppen sind im untersuchten Tier gegeben und wie lässt sich diese Zusammensetzung einordnen.

Ob eine bestimmte Rassenbezeichnung tatsächlich eine genetisch abgegrenzte Population definiert, hängt von der Tierart und der Zuchtgeschichte einer Rasse ab:

Geschlossene Zuchtbücher

Distinkte – Scharf abgrenzbare Rassen

Werden Zuchtbücher über Generationen geschlossen geführt, entwickeln Rassen eine deutliche, für die Rasse charakteristische Zusammensetzung. Sie lassen sich dann scharf voneinander abgrenzen und in einem Mischling oder Hybriden anteilig genau bestimmen – typisch für viele Hunderassen, bei Pferden nur vereinzelt.

Offene Zuchtbücher

Rassengruppen & Ähnlichkeiten

Wo gezielte Einkreuzungen die Regel sind, entstehen charakteristische Mosaike der Genome benachbarter Rassen, die dann als eigenständige Rassengruppen erkennbar sind. Rassengruppen sind typisch für Pferde mit ihren offenen oder halboffenen Zuchtbüchern.

Hybride – '-doodles'

Kreuzungen distinkter Rassen

Die gezielte Verpaarung zur Erzeugung von Hybriden soll die Merkmale beider Rassen vereinen oder/und einen Heterosis-Effekt erzielen. Die Hybridzucht ist zunehmend beliebt bei Hunden und seit langem verbreitet bei Nutztieren. Echte Hybride sind immer nur die direkten Nachkommen (F1-Generation).

Echte Mischlinge

Zufallspaarungen und Individualzucht

Mischlinge entstehen durch unkontrollierte Verpaarungen über mehrere Generationen (Hunde) oder als Ergebnis einer individuellen Zuchtstrategie. Da viele Erbkrankheiten rasse-spezifisch sind, gibt die Rassenanalyse eine erste Orientierung worauf eventuell zu achten ist.

SNP-Arrays liefern die Basis

Eine Rassenanalyse gelingt nicht anhand weniger Marker, die eventuell für einzelne Rassen charakteristisch sind. Fundierte Ergebnisse beruhen auf hochauflösenden SNP-Arrays – auch als SNP-Chips bezeichnet. Sie erlauben, mehrere zehntausende bis hunderttausende Positionen im Genom parallel auszulesen; erst diese Auflösung liefert das im Genom des untersuchten Tieres realisierte Muster, mit dem sich Rassen sicher voneinander trennen und auch kleine Anteile in Mischlingen erkennen lassen.

Schematische Darstellung eines SNP-Chips: Äußerlich einem Objektträger ähnlich, kann ein Chip hunderttausende Marker tragen – jeder Punkt steht für ein messbares Signal, das für die jeweilige Rasse charakteristisch ist.

SNP-Array mit überwiegend zwei Farben – Belegung bei wenigen beteiligten Rassen
Arraybelegung bei wenigen Rassen.
SNP-Array mit vielen verschiedenen Farben – Belegung bei vielfältiger Rassenzusammensetzung
Das Array weist auf eine vielfältige Zusammensetzung.